Info-Brief 01/2009
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Bochum im Januar 2009

 

 

Liebe Mitglieder des cicuit, liebe Freundinnen und Freunde Italiens,

Der Vorstand wünscht Ihnen viel Glück und Gesundheit im neuen Jahr. Wir haben uns bemüht, auch in einem Jahr, in dem kein Jubiläum zu feiern ist, ein Programm auf die Beine zu stellen, das Ihnen gefällt.

Zunächst erbitten wir Ihre Aufmerksamkeit für ein paar allgemeine Informationen.

Unsere Partnerschaft mit dem Goethezentrum in Verona wurde nur deshalb nicht offiziell auf unserer Jubiläumsfeier bekannt gegeben, weil die dortige Leiterin Frau Dr. Swoboda aus gesundheitlichen Gründen nicht nach Bochum kommen konnte.Wir möchten aber diese Zusammenarbeit nach und nach mit Inhalt füllen. Darum fragen wir zunächst einmal, wer wäre grundsätzlich bereit, einen Gast aus Verona, wenn es zeitlich gerade passt, aufzunehmen? Bitte melden Sie sich telefonisch bei unserem Vorstandsmitglied Frau Gisela Kampmann (Telefon: 02327/73313)

In der Fotogalerie unserer Homepage befinden sich, besonders im südlichen Italien, noch einige „weiße Flecken“. Sollten Sie digitale Fotos aus diesen Regionen haben, die Sie uns zur Verfügung stellen können, würden wir uns sehr freuen.

Wir wollen noch einmal einen Versuch starten, dass sich Mitglieder des cicuit ganz ungezwungen regelmäßig treffen können. Diese monatlichen Treffen am „Tavolo Fisso“ sollen dem Gedankenaustausch dienen. Näheres erfahren Sie in unserem Einladungsbrief zur Mitgliederversammlung.

Außerhalb unseres Programms; in Kooperation mit der Evangelischen Stadt-akademie, weisen wir Sie auf eine Veranstaltung hin, die Samstag den 31. Januar stattfindet. Herr Dr. Schröter lädt die Mitglieder des cicuit ein, eine außer-gewöhnliche Kunstausstellung in Düsseldorf zu besuchen. „Diana und Acteon, der verbotene Blick auf die Nacktheit.“ Es wird morgens eine Einführung von dem uns, aus unserem Frühjahrsprogramm 2008, bekannten Berliner Kunstphilosophen Professor Robert Kudielka geben. Danach wird es im Bus zu dem geführten Ausstellungsbesuch in Düsseldorf gehen. Die Veranstaltung beginnt um 1000 Uhr mit der Einführung in der Stadtakademie und endet mit der Rückkunft aus Düsseldorf etwa gegen 1900 Uhr. Vortrag, Imbiss, Busfahrt, Eintritt und Führung kosten 45,00 € je Person. Wer interessiert ist, meldet sich bitte direkt bis zum 26. Januar bei der evangelischen Stadtakademie an (Telefon: 59869).

Wie immer folgen nun etwas ausführlichere Erläuterungen zu unseren Programm-punkten.

Der Lesekreis und der Gesprächskreis in italienischer Sprache sind weiterhin aktiv. Informationen zum Gesprächskreis erhalten Sie von Gisela Kampmann (Telefon: 02327/73313) und zum Lesekreis bei Willi Köhne (Telefon 0234/475972).

Wir haben fest vor, in diesem Jahr sowohl das neue Römermuseum im archäologischen Park Xanten als auch die neue Ausstellung im Römermuseum in Haltern „Imperium – Konflikt – Mythos“ zu besuchen. Die Termine für beide Museumsbesuche werden wir Ihnen rechtzeitig mitteilen.

Samstag, den 17. Januar fahren wir nach Hamburg zur Ausstellung „Jakob Philipp Hackert, Europas Landschaftsmaler der Goethezeit. Natur als Ereignis – Am Wendepunkt der Landschaftsmalerei.“ Die Gruppe ist geschlossen! Sie erhielten die Information über diese Veranstaltung Ende November 2008.

Berlusconi, dieser italienische Politiker und jetzige Ministerpräsident, ist eine schillernde Persönlichkeit, an der sich die Geister scheiden.

Donnerstag, den 29. Januar, hören wir in einem Referat von Dr. Aldo de Luca eine italienische und persönliche Einschätzung unter dem Titel, „Hat Italien Berlusconi verdient?“. Ist Berlusconi wirklich der Retter Italiens in den Augen der Bevölkerung? Ermöglichen die Programmpunkte der Regierung Berlusconis eine Erneuerung Italiens? Dr. de Luca war lange Jahre der Vorsitzende der deutsch-italienischen Gesellschaft in Lüdenscheid und Vorsitzender der Regionalkonferenz West des VDIG. Mit Sicherheit wird dem Referat ein anregendes Gespräch folgen.

Frau Sabine Sonntag hat im letzten Programm mit ihrem Vortrag über Puccini die Zuhörer und Zuhörerinnen so begeistert und von ihren Fähigkeiten überzeugt, dass wir sie für den 10. Februar 2009 erneut eingeladen haben. Im Mittelpunkt steht an diesem Tag der berühmteste italienische Opernkomponist, Verdi. Der Titel des Multimediavortrages, „O patria mia – Giuseppe Verdi und seine Heimat“ deutet schon auf die besondere Bedeutung Verdis für die Nationwerdung Italiens hin.

„Ich bin ein Bauer von Le Roncole und werde es immer bleiben“. Verdi schrieb diesen Satz 1865, zu einem Zeitpunkt, als er Weltruhm erlangt und bereits über 20 Opern komponiert hatte. Die Verbundenheit Verdis mit seiner Heimat schlug sich nieder, als er mit Werken wie „Nabucco“ und „Die Schlacht von Legnano“ für die Einheit Italiens kämpfte. Aber sie zeigte sich auch im Engagement für seine Mitmenschen, im Bau eines Krankenhauses, in der Gründung eines Altersheimes für ehemalige, bedürftige Musiker. Verdi ist bis heute hoch verehrt in Italien, jeder Taxi-fahrer kann seine Melodien singen. Was ist das Besondere, das Unvergleichliche an diesem Komponisten, welche Ideale verfolgte er neben seinem vaterländischen Engagement? Wie wurden und werden seine Werke auf die Bühne gebracht? Auch diesmal gibt es wieder viele Film- und Musikausschnitte und aktuelle fotografische Eindrücke von Verdis Lebensraum.

Viele Mitglieder des cicuit werden sich erinnern, dass vor Jahren Franca Magnani, die bekannte Journalistin und Autorin, bei uns zu Gast war. Jetzt haben wir ihre Tochter Sabina Magnani von Petersdorf eingeladen. Sie wird Sonntag den 15. Februar, 1600 Uhr, aus ihrem bisher unveröffentlichten Manuskript „Italienische Kindheit“ lesen. Das Erscheinen dieses Buches ist bei Kiepenheuer u. Witsch für das Jahr 2009 geplant. Aus ihrer intimen familiären Perspektive schildert sie italienische und deutsche Erlebnisse. Sie stützt sich auf das Fundament, das Generationen miteinander verbindet: Ihre italienische Kindheit in Rom, als Tochter von Franca Magnani, der langjährigen "Stimme Italiens" im deutschen Fernsehen steht im Mittelpunkt. Wir kommen so in die außergewöhnliche Situation, Teile eines bisher noch nicht bekannten Buches kennen zu lernen.

Auch die Kochkunst ist eine Möglichkeit, die Menschen unterschiedlicher Länder zusammen zu bringen. Dienstag den 17. Februar versucht das wieder Tonio Abbruzzi. „Eine kulinarische Reise zwischen Zauber und Feuer durch einige Regionen des südlichen Italiens“ ist das Motto. Melden Sie sich bitte rechtzeitig bei Klaus Geiß an (Telefon: 2984731)

 

Mittwoch, den 11. März wird unsere alljährliche Mitgliederversammlung sein. Eine Einladung mit Tagesordnung geht Ihnen noch rechtzeitig zu.

Caravaggio, ein außergewöhnlicher italienischer Maler, um dessen Leben sich viele Legenden ranken, steht Freitag, den 27. März auf unserem Programm. Frau Dorothee Oettli aus Mannheim wird dieses ungewöhnliche Leben unter dem Titel,

„Ein tragisches Genie: Der Maler Michelangelo Merisi, genannt Caravaggio“,

beleuchten. Wenige Künstler haben die Phantasie so angeregt und eine so starke Nachwirkung gehabt wie Caravaggio. Sein neuartiger, auch das Häßliche nicht scheuende Realismus begeisterte die Kunstwelt und verstörte die frommen Auftraggeber. Das Licht, das in scharfen hell – dunkel - Kontrasten aufscheint, wird ihm zur Interpretation der Bildinhalte. In den mitunter grausamen Szenen mag sich etwas von seiner exzessiven und tragischen Lebensgeschichte spiegeln.

Achtung! Diese Veranstaltung beginnt ausnahmsweise schon um 1900 Uhr.

Italienische Geschichte war in den letzten Jahren immer wieder Inhalt unseres Pro-gramms. In diese Reihe gehört auch die Lesung von Marianne Brentzel am Donnerstag, den 23. April, aus ihrem Buch: Margherita Sarfatti, „Ich habe mich geirrt. Was soll`s.“ Jüdin, Mäzenin, Faschistin.

Es ist eine Biografie über die widersprüchliche und charismatische Margherita Sarfatti, die: Mussolinis Beraterin und Geliebte, Kunstsammlerin und –kritikerin und Salonnière war. Marianne Brentzel, die gemeinsam mit Uta Ruscher diese Biografie über Margherita Sarfatti veröffentlicht hat, präsentiert uns die fast unglaubliche Geschichte der 1880 geborenen Tochter einer reichen und alt eingesessenen jüdischen Familie aus Venedig. Der mit Fotos und Dokumenten illustrierte Vortrag widmet sich nicht nur der langjährigen Partner- und Liebesbeziehung Margherita Sarfattis mit Mussolini, sondern gibt auch interessante Einblicke in die faschistische Politik Italiens.

Die Jüdische Allgemeine schreibt: 

„Brentzel und Ruscher ist nicht nur eine politische Lovestory gelungen, sondern auch eine italienische Kulturgeschichte. Lesbar, spannend, oft mit geradezu filmischem Blick, hat diese Biografie einige der Verwirrungen des 20. Jahrhunderts beschrie-ben.“

In den letzten Programmen hatten wir immer wieder ein Angebot aus unserer nähe-ren Umgebung, Bochum bzw. dem Ruhrgebiet, untergebracht. Diesmal wollen wir auf den Campus der Ruhruniversität. Unser Mitglied Dr. Udo Schwarz hat sich freundlicherweise bereit erklärt, eine Führung zu den Kunstwerken in und an der Ruhruniversität durchzuführen. Gerade die über 20 Werke von international bekannten Künstlern (Vasarely, Fruhtrunk, Albers u. a.) im öffentlichen Raum der RUB sind fast in Vergessenheit geraten. Kommen Sie mit, diese Schätze für sich zu bergen. Ein Kaffeetrinken anschließend in der Mensa-Lounge kann zu einem Gespräch über moderne Kunst genutzt werden.

Treffpunkt ist am 28. April um 1500 Uhr der Beginn der Brücke vom Uni-Center zur RUB. Anmeldungen bitte bei Gabriele Schwarz, Tel.: 791583.

Nur der Vollständigkeit halber soll hier unsere Reise in die Ciociaria vom 6. bis zum 15. Mai erwähnt werden. Lange geplant, ist sie mit einer ansehnlichen Gruppe von Mitgliedern des cicuit zustande gekommen. Die Mitreisenden erwartet ein aufregen-des und abwechslungsreiches Programm.

Neben den allseits bekannten und beliebten Kochkursen von Tonio Abbruzzi wollen wir in Zukunft mit Letizia Favilla eine andere und neue Art von Kochabenden einführen. Unter dem Titel „Cucinare, parlare e mangiare“ soll das Sprechen der italienischen Sprache im Vordergrund stehen. Natürlich kommen das Kochen und das Essen nicht zu kurz, aber die Sprache wird direkt mit den Tätigkeiten und dem Genießen verbunden. Lassen Sie sich überraschen. Erstmalig Donnerstag, den 28. Mai um 1800 Uhr. Anmeldungen wie immer bei Klaus Geiß (Telefon: 2984731)

Liebe Mitglieder, merken Sie sich schon jetzt Sonnabend den 20.Juni für unser Sommerfest unter dem Motto „Una festa sui prati“ vor. Eine Einladung mit genaue-ren Angaben geht Ihnen noch im Laufe des Frühjahrs zu. Der Ort wird jedenfalls wieder der wunderschöne Garten des Ehepaars Büsing-Kolbe sein.

 

Zum Schluss:

Kurzfristige Informationen können wir Ihnen sehr schnell per Newsletter, also als  e-mail zukommen lassen. Dazu müssen Sie sich nur ganz einfach auf unserer Homepage anmelden.

Diese Homepage ist in letzter Zeit durch den Einsatz unseres Webmasters Herr Dittert immer interessanter geworden. Nehmen Sie sich einfach einmal die Zeit dort ein wenig zu schauen.

Jetzt bleibt uns, dem Vorstand, nur noch zu hoffen, dass Sie für sich Programm-punkte gefunden haben, die Sie nicht versäumen wollen. Wenn das so ist sehen wir uns bald. Bis dahin verbleiben wir mit herzlichen Grüßen Ihr Vorstand des cicuit

     Gabriele Schwarz, Gilda Voßnacke,

     Gisela Kampmann, Klaus Geiß

     Willi Köhne.

 

P.S.: Die dem Brief beiliegenden kleinen ciucuit-Logos sollten Sie wieder als Hinweisgeber in Ihren Terminkalender kleben.

 

 

[Info-Brief 01/2009]