Info-Brief 01/2008
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Bochum im Januar 2008

 

 

Liebe Mitglieder des cicuit, liebe Freundinnen und Freunde Italiens,

 

der Vorstand wünscht Ihnen zunächst einmal alles Gute und viel Glück im neuen Jahr. Wir wundern uns auch immer, wie schnell eine Programmperiode vergeht und ein neues Programm fertig gestellt sein muss. Wir hoffen wie immer, dass für jeden etwas dabei ist und Sie häufig Lust haben, eine Veranstaltung des cicuit zu besuchen.

Der Lesekreis ist weiterhin sehr aktiv aber inzwischen so groß geworden, dass er im Mo-ment keine neuen Mitglieder aufnehmen kann.

Der von Frau Henning ins Leben gerufene Gesprächskreis in italienischer Sprache  könnte noch Interessenten gebrauchen (Telefon: 0234/300969).

In unser neues Programm starten wir schon sehr bald. Freitag, 18. Januar, 1930 Uhr, in den Räumen der Christuskirche, Bochum Mitte, setzen wir unsere kleine Reihe mit berühmten deutschen Reiseberichten über Italien fort. An diesem Abend wird Professor Albert Meier aus Kiel über die drei „Goethes“ berichten. Sein Vortrag, „Drei Generationen auf Reisen“ zeigt drei ganz unterschiedliche Personen einer Familie, die Italien je für sich erlebten und von 1740 bis 1830 einen Zeitraum von fast 100 Jahren abdecken. Der von einer Bildpräsen-tation begleitete Vortrag des Kieler Literaturwissenschaftlers schildert die unterschiedliche Italienerfahrung in der Familie Goethe und versucht zu erklären, warum gerade Italien das Sehnsuchtsland der Deutschen wurde.

 

Martin Mosebach, der Büchner-Preisträger des Jahres 2007, wird am Freitag, 25. Januar, um 20 00 Uhr, in der Buchhandlung Janssen lesen. Martin Mosebach, der in allen Sparten der Literatur zu Hause ist, er hat Romane, Erzählungen, Gedichte, Hörspiele, Theaterstücke u. a. m. veröffentlicht, ist inzwischen mit vielen Literaturpreisen ausgezeichnet. An diesem Abend wird Herr Mosebach aus seinem Buch „Die schöne Gewohnheit zu leben, eine italienische Reise“ lesen. Dieses Buch ist geschrieben worden aus einer tiefen Kenntnis Italiens, denn Mosebach hat nach seinem Studium mehrere Jahre in Italien in verschiedenen Orten gelebt und er hat das Land bis heute auch immer wieder bereist. Im Anschluss an die Lesung ist bestimmt ein anregendes Gespräch möglich. Melden Sie sich bitte rechtzeitig an (0234/475972).

 

Dienstag, 12. Februar, Annette- von- Droste– Hülshoff- Schule, Lohring 22, 1800 Uhr, wieder Kochen mit Tonio Abbruzzi. Die Kenner wissen schon, dass man sich frühzeitig für die leider begrenzten Plätze anmelden muss, Telefon: 0234/2984731. Heute geht es um „Die Küche aus Sizilien und Süditalien“.

 

Venedig war über viele Jahrhunderte ein Zentrum der italienischen Malerei. Die größten Künstler waren dort zu Hause oder wurden von den Reichen der Stadt beschäftigt. Donnerstag, 28. Februar, 1930 Uhr, evangelische Stadtakademie, Klinikstr. 20, wird Herr Professor Robert Kudielka aus Berlin in einem Lichtbildervortrag, mit dem Titel

Feste der Farben – Giorgione – Tizian – Veronese“, den einmaligen Ruf der venezia-nischen Malerei begründen. Leider ist hier nicht genug Platz zum Schwärmen.

 

Für die Mitgliederversammlung am 11. März geht allen Mitgliedern noch rechtzeitig eine Einladung mit Tagesordnung zu. Merken Sie sich aber bitte den Termin schon vor.

 

Wir denken, dass auch einmal ein vor allem technisches Thema von Interesse sein könnte.

Donnerstag, 10 April, 1930 Uhr, findet in der Hauptverwaltung der Stadtwerke Bochum, Ostring 28 in diesen Räumen der passende Vortrag von Dr. Klaus Grewe, „Wasser für Rom, technische Glanzleistungen in der römischen Antike“ statt. Es sind wahre Glanzleistungen, die von römischen Ingenieuren erbracht wurden, um ihre Städte mit Trinkwasser zu versorgen. In Leitungen von bis zu 240 km Trassenlänge wurde das kostbare Nass aus den Quellgebieten zu den Bürgern gebracht. Dabei wurden Berge und Täler umrundet oder durchfahren und es entstanden Bauwerke, die uns noch heute Bewunderung abringen. Herr Dr. Grewe macht seinen Vortrag mit vielen Bildern anschaulich.

 

In den letzten Jahren standen in mehreren cicuit- Programmpunkten deutsche Männer und Frauen im Blickpunkt, die nach Italien fuhren. Kommen Ihnen aber Namen wie Brentano, Farina, Calderoni, Grillo, Bossi und Grassi nicht sehr bekannt und gleichzeitig italienisch vor? Herr Dr. Luigi Rossi aus Bochum-Wattenscheid wird Freitag, 18. April, 1930 Uhr im Bochumer Kulturrat, Lothringer Str. 36c, seine umfangreiche Arbeit mit dem Titel „Wir kennen uns schon lange, 2000 Jahre lateinische, italische und italienische Präsenz im deutschen Sprach- und Kulturraum. Eine historische und ikonographische Recherche“, vorstellen. Dr. Rossi belegt mit vielen Quellen und Bildern die große Bedeutung italienischer Menschen für Deutschland. Herr Dr. Rossi wird von dieser Arbeit, die bisher auf CD veröffentlicht ist, Freiexemplare mitbringen.

 

Seit seiner Gründung ist eine der stärksten Triebfedern des cicuit der europäische Gedanke, wie er in den letzten 50 Jahren gewachsen ist. In Bochum entsteht bis zum Jahr 2010, als Beitrag zur europäischen Kulturhauptstadt 2010, der „Platz des europäischen Versprechens“. Die Medien haben in den letzten Monaten oft darüber berichtet. Dienstag, 29. April, 1700 Uhr können sich alle cicuit- Mitglieder über den Inhalt und den Stand dieses Projektes, das auf einer Idee des Künstlers Jochen Gerz beruht, direkt am Ort, vor der Christuskirche in Bochum Mitte, während einer Führung informieren.

 

Dienstag, 27. Mai, 1800 Uhr, Annette- von- Droste- Hülshoff- Schule, Lohring 22, ist wieder Kochen und Schlemmen angesagt. Hobbyköche, betreut vom Profi Tonio Abbruzzi, treffen sich um „kulinarische Köstlichkeiten zum Frühling“ kennenzulernen. Anmeldung nicht vergessen!! (0234/2984731)

 

Im September 2006 besuchten wir Köln zu ersten Mal wegen seiner sehenswerten romanische Kirchen. Alle sind älter, als der 1248 begonnene Dom. In diesem Halbjahr wollen wir zwei weitere dieser Kirchen kennen lernen. Am Sonnabend, 31. Mai, die Abfahrtszeit wird allen Mitreisenden noch mitgeteilt, wollen wir uns wieder auf den Weg nach Köln machen. Am Nachmittag werden wir außerdem das neue, aufsehenerregende Diözesanmuseum „Kolumba“ besichtigen. Der weltweit berühmte Schweizer Architekt Peter Zumthor hat dieses Haus entworfen und gebaut. Rechtzeitige Anmeldungen unter 0234/475972 erbeten.

 

Jede kleine Gemeinde Italiens besitzt ein Denkmal von ihm. Was ist der Grund dafür? Was war er für ein Mensch? Diese und andere Fragen beantwortet die Autorin Dr. Friederike Hausmann in ihrem Vortrag „Garibaldi – Geschichte eines Abenteurers, der Italien zur Einheit verhalf“, am Dienstag, 10. Juni, 1930 Uhr, in der Ev. Stadtakademie, Klinikstr. 20. Friederike Hausmann ist bekannt durch ihre kenntnisreichen und gründlichen Italienbücher und ihre Übersetzungen berühmter italienischer Autoren. Sie können an diesem Abend eine außergewöhnliche Schriftstellerin kennen lernen.

 

Was Sie schon immer über Italien wissen wollten – eine ehemalige Bochumerin steht Rede und Antwort. Frau Dr. Ursula Swoboda hat bis zu ihrem Abitur 20 Jahre in Bochum gelebt. Sie studierte danach in München und lebt nun seit vielen Jahrzehnten in Italien. In Verona leitet sie das dortige „Goethe Zentrum – Istituto di Cultura Italo-Tedesca“. Außerdem ist sie die Vorsitzende der „Federazione di Istituti di Cultura Italo-Tedeschi“, einer ähnlichen Dachorganisation, wie bei uns der VDIG. Für diese Tätigkeit wurde sie vom deutschen Bundespräsidenten mit dem Bundesverdienstkreuz erster Klasse ausgezeichnet.

Wie wir Ihnen schon mitteilten, planen wir mit Verona eine Partnerschaft. An diesem Abend können Sie Frau Dr. Swoboda kennen lernen und viel über Italien erfahren. Freitag, 13. Juni, 1930 Uhr, Clubraum der Stadtbücherei, Bochum Mitte.

 

Feste müssen gefeiert werden. Ein „ Sommerfest – una serata italiana“ soll es werden. Sonnabend, 21. Juni, 1900Uhr, Hörsterholz 7, bei Familie Büsing im wunderschönen Garten. Jeder bringt ein wenig zu essen und zu trinken mit, die fröhliche Stimmung kommt von allein. Alle Einzelheiten zur Organisation teilen wir Ihnen noch rechtzeitig mit. Halten Sie nur schon frühzeitig diesen Abend frei.

 

Mit herzlichen Grüßen  Gabriele Schwarz, Gilda Voßnacke, Irmgard Köhne,

     Klaus Geiß und Willi Köhne.

 

[Info-Brief 01/2008]