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Mittags erreichten wir den Ort Veroli, den wir zu Fuß erkundeten. Cappucino oder ein Gelato auf der Piazza waren der Lohn.
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Die Abtei Casamari eine große Zisterzienseranlage mit einem schönen Garten füllten den ersten Teil des Nachmittags.
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Danach, im Städtchen Boville Ernica, durften wir in der kleinen Klosterkirche den „Blauen Engel“ von Giotto di Bondone bewundern.Der Abend klang gemächlich im Foyer des Hotels oder in einer Gelateria in der Nachbarschaft aus.
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4. Tag
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Die Gärten von Ninfa („Das Pompeji des Mittelalters“)liegen schon in der pontinischen Ebene. Wenn man aber so nahe dabei ist, sollte man dieses Kleinod der Gartenkunst nicht verpassen. Exotische Bäume, Blumen, Wasser, romantische Ruinen bilden ein Gesamtkunstwerk. Wir waren begeistert!
Man sollte wieder Gregorovius lesen, besser kann man Ninfa nicht beschreiben:„Es macht einen unbeschreiblichen Eindruck in diese Efeustadt einzuziehen, in den begrasten, blumenbedeckten Mauern umherzuwandeln, wo der Wind in den Blättern spielt, keine Stimme schallt als der Schrei des Raben im Turm, als das Schäumen des Bachs Nymphäus, das Lispeln des hohen Schilfs am Weiher und das melodische Singen und Säuseln der Halme umher.“
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Nach einem Zwischenstopp in Terracina
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füllte die Abbazia di Fossanova den Nachmittag. Die Klosterkirche, die erste der Zisterzienser in Italien, beeindruckt durch die Schlichtheit der Formen und des Materials. In einem Nebengebäude starb am 9. März 1274 der bedeutende Philosoph und Theologe Thomas von Aquin.
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Danach lohnt sich die lange Auffahrt zur wundertätigen Madonna della Civita allein wegen des Blicks bis nach Iscia.
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7. Tag
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Schon weit vorher, von der Autobahn, sieht man das die Landschaft beherrschende Kloster Montecassino. Die Gründung des heiligen Benedikt aus dem Jahre 529, strahlt nach dem Wiederaufbau 1957, wie ein Königsschloss. Das prunkvolle Innere der Kirche, die prächtigen Höfe aber vor allem die ganz im Jugendstil ausgemalte Krypta (in vielen Reiseführern nicht erwähnt), halten uns zwei Stunden in Atem.
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Der anschließende Besuch des deutschen Soldatenfriedhofs ganz in der Nähe, macht uns sehr nachdenklich und dankbar für 64 Jahre Frieden in Mitteleuropa.
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Durch die Ebene von Aquino fahren wir nach Roccasecca. Hier ist der Geburtsort des Thomas von Aquin. Hoch über dem Ort ganz in der Nähe einer großen Burgruine, mit weitem Blick ins Land genießen wir ein vorzügliches Büfett. Das Wetter und auch die Stimmung sind wie an allen Tagen vorher und nachher hervorragend.
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Alatri, das nächste Ziel, hat weit gehend seinen mittelalterlichen Charak-ter im Ortskern bewahrt. Den interessantesten Teil bildet der Mauerring um die antike Akropolis mit gewaltigen, selbst für „Zyklopenanlagen“ ungewöhnlich großen, Monolithen.
Noch einmal Gregorovius: „…dass ein so wunderbares, ägyptischen Bauten völlig zu vergleichendes Werk gesehen zu haben, eine tagelange mühevolle Reise belohnt… Als ich diese schwarzen titanischen Steingefüge sah, und umschritt, welche so wohl erhalten sind, als zählten sie nicht Jahrtausende, sondern nur Jahre, wurde ich zu weit größerer Bewunderung menschlicher Kraft hingerissen, als mir der Anblick des Kolosseums in Rom eingeflößt hat.“
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8. Tag
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Heute geht es ein wenig nach Norden. Das Kloster des hl. Benedikt von Nursia und seiner Schwester Scholastika bei Subiaco sind das Ziel vieler Pilger. „Sacro Specco“ das Kloster S. Benedetto, schmiegt sich wie ein Schwalbennest über dem Anienne-Tal an die Felswand. Das Innere ist über und über mit Fresken aus verschiedenen Jahrhunderten geschmückt.
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Schon Heinrich und Tomas Mann liebten Palestrina, unser nächstes Ziel. Das Denkmal des großen Komponisten grüßt uns am Hauptplatz der Stadt. Die großen Sehenswürdigkeiten der Stadt sind jedoch die Ruinen des Fortuna-Heiligtums und das archäologische Museum mit vielen Schätzen, vor allem aber mit dem riesigen Nil-Mosaik als Prunkstück. Leider durften wir es nicht fotografieren.
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Der Tag klingt im Hotel harmonisch aus und wir bedanken uns ausdrücklich beim Busfahrer Fabio, der umsichtig durch den wirbeligen Verkehr steuerte, bei der Reiseführerin Sylvia die uns engagiert und kenntnisreich durch ihre Heimat führte und nicht zuletzt bei dem Ehepaar Herrmann-Lisi, das für uns diese wunderschöne Reise plante und uns betreute.
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10. Tag
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Wir reisen ab und es beginnt zu regnen.
„Die Ciociaria ist eine Reise wert!“
Text und Bilder von Irmgard u. Willi Köhne.
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