Aktuell

Freitag, 28.Aug.2020 - 19:30 Uhr     

Die „Deutsche Akademie Villa Massimo“ existiert, mit großen Unterbrechungen, seit 1913 in Rom. Professor Goßens wird sich mit der Zeit ab 1957, also der Wiedereröffnung nach dem 2. Weltkrieg, beschäftigen.
In der ›Deutschen Akademie in Rom Villa Massimo‹ konnten seit 1957 neben Bildenden Künstlern, Architekten und Musikern, mehr als 200 Schriftstellerinnen und Schriftsteller als Stipendiaten begrüßt werden. Die Stipendiaten können über 10 Monate in einem Atelier auf dem Gelände der Villa Massimo wohnen, arbeiten und – das ist der Grundgedanke des Stipendienprogramms – sich mit anderen Künstlern austauschen. Die Resultate dieses Austauschs sind unterschiedlich, aber die sprichwörtliche Italiensehnsucht der Deutschen hat in der Villa Massimo ein neues produktives Zentrum gefunden: Mit der ›Villa-Massimo-Literatur‹ hat sich ein eigenes literarisches Genre entwickelt, das einen besonderen Blick auf Italien und die Stadt Rom wirft. Neben frühen Stipendiaten der Villa Massimo wie Uwe Johnson und Rolf-Dieter Brinkmann wird der Vortrag vor allem jüngere Schriftstellerinnen und Schriftstellern wie u.a. Ingo Schulze, Feridun Zaimoglu, Hans-Ulrich Treichel, Jan Koneffke oder Friedrich Christian Delius, Sybille Lewitscharoff, Esther Kinsky und Eva Menasse und ihre besonderen Romaufenthalte vorstellen.
Prof. Dr. Peter Goßens ist Literaturwissenschaftler an Ruhr-Universität Bochum