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Dienstag, 07.Mai 2019 - 19:30 Uhr

In jedem Jahr besuchen etwa 12 Millionen Deutsche als Touristen Italien. Wir besuchen das schöne Land hinter den Alpen also immer noch gerne. Ein solcher Besuch ist natürlich umso spannender und erfolgreicher, je besser man die Sprache des bereisten Landes kennt. Im cicuit lernen zurzeit etwa 110 Personen Italienisch. Das Interesse ist also beachtlich. Betrachtet man aber die Verteilung der Fremdsprachen an unseren Schulen, ist das Ergebnis sehr ernüchternd.

Ein Blick in die Statistik zeigt: Fast 7,3 Millionen deutsche Schüler lernen derzeit an allgemeinbildenden Schulen Englisch. Darauf folgen Französisch (rund 1,5 Millionen Schüler) und Latein (fast 689.000 Schüler). Immerhin fast 109.000 Schüler haben Russisch- und nur rund 51.000 Schüler Italienisch-Unterricht (bei fallender Tendenz!). Den größten Boom hat aber Spanisch erlebt. Rund 404.000 Schüler haben das Fach im Schuljahr 2014/2015 gewählt - in den letzten zehn Jahren hat sich ihre Zahl fast verdoppelt.

Warum ist das so? War das schon immer so, dass die italienische Sprache unter ferner liefen rangierte?

Professor Daniel Reimann wird diese Fragen und andere in seinem Vortrag beantworten. Er nimmt Sie mit auf eine Reise durch die Geschichte vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Dr. Reimann *1974 in Werneck (Unterfranken) ist |Universitätsprofessor für Fachdidaktik der romanischen Schulsprachen an der Universität Duisburg-Essen.