Aktuell

Freitag 14.Februar 2020 - 19:30 Uhr

Auch Dr. Rathke war mit seinen inhaltsreichen und humorvollen, bebilderten Vorträgen schon mehrfach unser Gast. Dieses Mal widmet er sich der ältesten Bausubstanz Roms, den Obelisken.

Die monumentalen Steinnadeln wurden in den Rosengranitbrüchen Assuans geschlagen. Sie standen als symbolische Lichtstrahlen vor den Sonnentempeln Ägyptens. Auf ihnen verkündeten Pharaonen in Hieroglyphen ihre Taten. Als Ägypten römische Provinz wurde, verschiffte man viele Obelisken nach Rom, wo sie Arenen, Tempel und Mausoleen schmückten. Nach den Stürmen der Völkerwanderungen stürzten auch die Obelisken, wurden von Schutt überlagert und vergessen. Seit der Renaissance suchte man wieder nach ihnen, Päpste der Barockzeit dekorierten mit Obelisken neue Fontänen, Platzanlagen und Kirchen. Im 19. Jahrhundert verschenkte der in Ägypten regierende Pascha Mehmet Ali weitere Obelisken nach Paris, London und New York. Nur noch vier Exemplare blieben in ihrer Heimat, in Heliopolis, Luxor und Karnak. Herstellung, Transport und Aufstellung der Obelisken waren schon immer technische Meisterleistungen. Die kuriose Geschichte eines jeden von ihnen verfolgt

Dr. Rathke und kann amüsant darüber berichten.